Deutsches Forum Kusadasi - Türkei

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 11. September 2014, 08:37:40 
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Bei meiner Suche nach Fachärzten / Spezialisten in den Privatkrankenhäusern rundum Kuşadası
bin ich mit Entsetzen auf ungewöhnlich viele Doktoren im "methusalemischen" Alter gestossen,
die auch mit über 80 Jahren immer noch in einem Krankenhaus ihr Brot verdienen müssen!
Das darf doch nicht wahr sein, das deutet doch auf einen gewaltigen Fehler im System hin! :shock:

Entschuldigung, aber ein Arzt in solch einem hohen Alter gehört in Rente...
wenn die letzte Weiterbildung aus dem Jahr 1960 stammt,
ist das doch garantiert nicht Up To Date oder auf dem neuesten Stand...
kann / darf / sollte ein geriatischer Mediziner noch Patienten diagnostizieren und operieren?
In der Türkei scheint das keine Seltenheit zu sein, sondern eher der Norm zu entsprechen...
mir tun diese hochbetagten Arzte einfach nur leid, aber ich werde mich hüten sie zu konsultieren.


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BeitragVerfasst: Sonntag, 14. September 2014, 15:01:06 
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Arme Karin, Du hast natürlich Recht!
Und doch ist es wohl ein Vorgriff auf den Beitritt der Türkei in die EU ;) ;) ;)
In Deutschland ist der Arztberuf heute für Viele ein Job, keine Berufung mehr. :mrgreen:
Und so lassen sich die meisten Ärzte gerne in Grossstädten und den schönsten
Regionen des Landes nieder. Nicht mal im Speckgürtel der Grossstädte finden sich
mehr Hausärzte, Kinderärzte, Neurologen usw. :idea:
In der Grossstadt lockt mehr Geld, mehr Privatpatienten und weniger Arbeitszeit.
Eine Freundin war Hausärztin auf dem flachen bergigen Land, sozusagen: immer im
Dienst, jede 2. Nacht auf unbefestigten Wegen und durch Schnee und Eis unterwegs
zu irgendwelchen Bauernhöfen. Jetzt hat sie eine schnieke kleine Praxis am
oberbayrischen See, mehr Geld, viel mehr Freizeit.... ;)

Und so hat die EU bestimmt, dass das Verbot, als Methusalem- wie Du so schön
beschreibst, Karin- noch zu praktizieren, aufgehoben wurde.
Man nennt es "Anti- Diskriminierungsgesetz", und seither lassen sich wie kürzlich
gelesen 79 jährige Ärzte erneut als Ärzte nieder, mit allen Vor- und Nachteilen.
Das schreiben die Tageszeitungen in Deutschland dann als ganz grossen Fortschritt, :twisted:
mit vielen schönen Fotos von auch so alt aussehenden Ärzten. ;)

Kann es sein, dass auch in der Türkei die jungen Ärzte lieber nach Izmir gehen, oder
nach Istanbul, statt in das beschauliche Kusadasi? Weil da ganzjährig mehr los ist? :idea:

Wohin nur läuft die Gesellschaft, welch ein Systemfehler,
ich denke da wie Du, Karin,
mitfühlende Grüsse von Bliss :D

_________________
Gib nie, nie, nie, gib niemals auf ! (W. CHURCHILL)


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BeitragVerfasst: Freitag, 01. Mai 2015, 13:38:53 
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Diesmal war ich ambulant in einem grossen türkischen Krankenhaus und konnte feststellen,
dass zwei Fachärzte für Innere Medizin nebeneinander ihre Praxen haben,
ein ziemlich hochbetagter "Methusalem" neben einem jungen Spezialisten...
brauch wohl nicht zu erwähnen, bei wem die Patienten Schlange standen? ;)

Gut ausgebildet & medizinisch auf dem neuesten Stand habe auch ich den Jüngeren konsultiert,
sehr zu meiner Zufriedenheit übrigens, nur an eine echt türkische "schlechte" Angewohnheit
kann ich mich einfach nicht gewöhnen!
Wenn ich als Patient beim Doktor bin, möchte ich lieber nicht von ungeduldigen Leuten gestört werden,
die einfach reinkommen und dem Arzt "nur mal schnell" ein paar Fragen stellen! :mrgreen:
Diese typisch türkische Vordrängelei stört mich schon in Läden, auf der Bank...
das brauche ich bei einer ärztlichen Untersuchung echt nicht! :roll:

Lustig, als mir literweise Blut abgezapft wurde und ich fast aus den Schuhen gekippt bin,
kamen ein paar türkische Mädels kichernd rein,
der Krankenhaus Dolmetscher hat die Mädels gefragt ob sie sich überzeugen wollen,
dass auch eine "Yabancı" rotes Blut hat, woraufhin diese mit hochroten Köpfen das Weite gesucht haben... :lol:

Auch im Krankenhaus gilt "Andere Länder, andere Sitten"!


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BeitragVerfasst: Freitag, 01. Mai 2015, 17:55:23 
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genau das habe ich mit meinem vater in izmir atatürk krankenhaus feststellen müssen,während wir eine sprechstunde hatten kam eine ältere frau einfach herein und setzte sich einfach auf dem stuhl hinter uns,wir beide natürlich ganz baff,erst als der arzt sie zusammenfuhr ging sie maulend raus,diese unverschämtheit und respektlosigkeit der menschen ist mir schon lange aufgefallen,glaube die habens nicht anders gelernt,so wie ihre eltern so sind halt deren kinder


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 04. Oktober 2017, 10:55:59 
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Und wieder habe ich ein türkisches Krankenhaus erlebt, mit allen Höhen & Tiefen und fremdländischen Sitten & Gebräuchen...
Weil ich Dienstags starke Gliederschmerzen, sehr hohes Fieber und heftigem Durchfall in der Nacht bekommen habe
und sich die Situation trotz Immodium & Kohlekompretten nicht gebessert hat,
bin ich Donnerstag Vormittags in eine Privatklinik in Söke gefahren.

Am Telefon hat man uns gesagt, gleich bei der Notaufnahme anzuklopfen um uns dort auf eine Krankenstation weiter zu leiten.
Wir haben Glück und treffen zufällig auf meinen "Leibarzt", der gerade seine Visite absolviert und mich gleich unter seine Fittiche nimmt.
Der Arzt weist mich auf die Intensivstation ein, wo man mir sofort eine Kanüle für den Tropf in den Arm schiebt
und ziemlich was Blut abnimmt für's Labor.
Kaum ist das erledigt, verfrachtet man mich in einen Rollstuhl, wo ich auf dem Flur erstmal ohnmächtig werde...
zu schnell aufgestanden nach dem Blutabzapfen, meint die Krankenschwester vorwurfsvoll...
klar, ganz allein meine dumme Schuld! :lol:

Es geht zum Röntgen in's Untergeschoss, dann auf's Zimmer, wo ein wenig später der Doc erscheint und meine Lunge per Tomographie
genauer untersuchen lassen will...man fragt mich, ob ich laufen kann :?: bevor der Rollstuhl gebracht wird.
Das moderne Tomographiegerät ist von Siemens und spricht deutsch!!!
"Bitte einatmen, bitte ausatmen, jetzt nicht mehr atmen" sagt es, und schiebt mich durch den Ring, kinderleicht!
Dann noch mal, weil's so leicht war....aber Hilfe, ist das Gerät stecken geblieben, oder was?
Ich halte die Puste an, bis ich blau werde, Mensch, was dauert das, ich kann nicht mehr und atme ganz vorsichtig ein, sonst ersticke ich! :roll:

Zum Glück kein schrecklicher Befund, meine Lunge ist gesund!!! :D
Zurück im Zimmer bekomme ich ein EKG, werde an den Tropf angeschlossen und habe erst mal Ruhe... ;)


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 05. Oktober 2017, 09:01:47 
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Diagnose "akute Dysenterie", vermutliche Ursache scheint Salat (Roka / Rucola) verunreinigt durch Fäkalien (Düngung?) zu sein,
die einen Befall mit Amöben zur Folge hat...igiiiiitttt! :shock:
Kein Wunder, dass es mir so schlecht geht.

Die "Schonkost", die man mir im Krankenhaus anbietet, berücksichtigt leider nur die Magen / Darm Geschichte,
nicht meine chronische Krankheit, die eine "Low Carb" Diät erfordert...
die Küche ist nicht in der Lage, beide Krankheiten zu kombinieren und so bekomme ich Weissbrot, Teller voller weissem Reis, Nudeln,
gekochten Kartoffeln vorgesetzt...leider alles "verbotene" Sachen für mich. :roll:
Darauf angesprochen zuckt die Krankenschwester nur mit den Schultern und meint, ich hätte doch schlimmen Durchfall! Alles Klar! :mrgreen:
Ist ja auch egal, essen kann ich eh nicht...jedes Schlückchen Wasser, jedes Häppchen Essen hat sofortige Folgen.

Nach dem Abendessen rauscht die Schwester rein und verabreicht mir die Medikamente für meine chronische Krankheit,
die ich natürlich mitgenommen habe in Pillendosen mit meiner täglischen Ration.
Als ich danach greife, schiebt die Schwester diese mit einem energischen "YOK Yok" zur Seite und besteht auf ihren Pillen...
okay, ist das auch das Medikament X??? frage ich und bekomme das bestätigt "Tabii" natürlich, ist die Antwort.

Auch hier geht es auf dem Flur abends südländisch gesellig zu...da wird gerufen & gelacht, Kinder toben rum, alle Türen sind offen,
bis 23 Uhr ist Besuchszeit im Krankenhaus in der Türkei!

Nachts geht es mir echt sauschlecht, ich verbringe die meiste Zeit auf der Toilette, muss dauernd rennen mit dem Tropf unterm Arm...
um 1 Uhr nachts brüllt ein Mann wie ein Stier auf dem Flur rum, ich habe Angst, merke dann, dass die Schwestern ihn auf englisch zu beruhigen versuchen.
Auch das noch, ein crazy Engländer am Ausflippen hat mir gerade noch gefehlt. :lol:


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BeitragVerfasst: Freitag, 06. Oktober 2017, 08:42:48 
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Zum Frühstück quäle ich mir ein hart gekochtes Ei und ein wenig Beyaz Peynir rein, muss aber gleich wieder rennen...
in der Nacht war ich richtig explodiert mit einem Urknall, den man bis nach Kuşadası gehört hat! :o
Amüsant, dass auf FB gefragt wird, ob das Rumpeln in der Nacht ein Erdbeben war...NEIN, das war ICH!!! :mrgreen:

Die Schwester bringt meine Pillen, nochmal frage ich, ob das das Medikament X ist, was bestätigt wird.
Kontrolle ist besser als Vertrauen, deshalb angle ich nach meiner Brille, schaue mir die Pille genauer an
und zu meinem Entsetzen ist das nicht X sondern Y, gegen das ich allergisch bin und das heftigen DURCHFALL verursacht!!! :shock:
Dem Arzt ist das bekannt, wie ist sowas möglich, wollen die mich umbringen, oder was????

Auf dem Flur werden zur Zeit Bauarbeiten durchgeführt, es werden Wände abgerissen, Durchbrüche gemacht, Granitbodenplatten mit der Flex auf Mass gebracht, gehämmert & gesägt...
Hilfe, ich liege mitten auf einer Baustelle mit dem entsprechenden Lärm! :roll:
Das darf doch nicht wahr sein, hier sind verdammt noch mal PATIENTEN auf der INTENSIVSTATION!!!
Seid ihr noch zu retten???

Weil es mir nach dieser Nacht des Schreckens noch nicht besser geht, muss ich auf Anordnung des Docs noch eine weitere Nacht bleiben...
und die werde ich nie vergessen!


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BeitragVerfasst: Sonntag, 08. Oktober 2017, 09:34:10 
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An erholsamen Schlaf ist wegen dem Baulärm tagsüber nicht zu denken, sogar ein Gespräch mit meinem Mann erweist sich als schwierig,
mein Kopf brummt, erst nach 23 Uhr wird's ruhig genug zum Einschlafen...

Nach Mitternacht meldet sich "The english Patient" wieder lautstark, er schreit "No, Nooo, NOOOOOO! Go away! Don't touch meeeee!!!"
und das geht durch Mark & Bein...was machen die bloss mit dem armen Mann???
Und warum ist die Tür sperrangelweit offen, so dass alle Patienten die Qualen des armen Mannes miterleben müssen???
Andere Länder, andere Sitten??? :roll:

Endlich falle ich in einen komatösen Tiefschlaf, aus dem ich um 5 Uhr böse erwache...
die Nachtschwester, ein junges Ding mit engelhaftem Lockenköpfchen und sanfter Stimme, weckt mich auf, weil sie einen neuen IV Beutel anschliessen will.
Dafür will sie mir aber eine neue Viggo (Venenkanüle) anlegen, die alte wäre "not good".
Ich bin noch im Halbschlaf, als sie sich an meiner Hand zu schaffen macht, der 1. Versuch geht leider voll daneben.
Sie probiert's nochmal, wieder Nix, auch dieser Versuch misslingt und mir wird schlecht...
endlich scheint das 3. Mal Gemetzel gelungen zu sein und schliesst sie den Schlauch an.

Weil ich inzwischen hochnötig auf die Toilette muss, bitte ich das Engelchen, mir zu helfen...mir ist schwarz vor Augen und
als ich im winzigen Badezimmer bin, fällt der IV Schlauch plötzlich ab und schiesst mein Blut aus meinem Arm! :shock:
Ich rufe um Hilfe, als die Schwester kommt, ist schon alles voller Blut...sie erschreckt sich, schliesst den Schlauch wieder an,
jetzt ist auch vor dem Badezimmer der Boden eine Blutlache...ich muss erst mal meinen Arm / Hand waschen und aufpassen,
dass weder ich noch der Tropf mit Blut in Berührung komme, dann ruft das kleine Teufelchen lautstark nach einer "Fatma",
der Putzfrau, die nach einigen Minuten schlaftrunken antanzt, um erst mal Eimer und Mop zu holen und sauberzumachen.

Was ein Horror, inzwischen bin ich vollwach und ziemlich geschockt!
Das Teufelchen schüttelt mich an den Schultern und sagt "Lady, Lady, is normal!"... Häh??? Das soll "normal" sein??? :?

Geschafft lege ich mich wieder in's Bett, aber um 6 in der Früh fangen die lustigen Handwerker mit ihrer Arbeit an
und weil heute Samstag ist, legen die richtig los... :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Montag, 09. Oktober 2017, 12:11:50 
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Hurraaaaa, das Frühstück bleibt drin und als mein Mann kommt, rufen wir den Doc an...
ich will & muss heute unbedingt entlassen werden, noch so ein Tag im Krankenhaus schaffe ich nicht!
Zur Mittagszeit entlässt mich mein Arzt, der Krach ist so laut, dass man schreien muss, um sich zu verständigen.
Bevor ich gehen darf, gibt's noch eine IV, die aber durch die stümperhaft neuangelegte Viggo nicht durchtropft...
ich muss meinen Arm in einer ganz bestimmten Position halten, damit es funktioniert! :roll:
Der arme englische Patient stöhnt seit Stunden grauenvoll, er tut mir soooo leid... :cry:

Inzwischen begleicht mein Mann die Rechnung (790 TL= 120 TL pro Tag für's Zimmer mit SGK plus Medikamente, Untersuchungen etc)
und trifft eine andere deutsche Patientin, die gerade ihre Entlassungspapiere "auf eigenes Risiko" unterschreibt...
Recht hat sie, von dieser lauten Baustelle zu flüchten! :mrgreen: Echt eine Zumutung!!! :shock:

Endlich darf ich weg, aber weil der Lift ewig nicht kommt, gehen wir den Flur entlang durch Flügeltüren
und landen in einer komplett anderen Welt...klassische Muzak, bequeme Sitzgruppen, glossy Zeitschriften auf den Tischen...
es ist die Abteilung der "Reichen & Schönen", hier ist die Plastische Chirurgie, sogar im Lift spielt die angenehme Musik! :D

Der Arzt gibt uns ein Rezept für die weitere Behandlung mit Medikamenten mit und ich stelle fest, dass ich jetzt viel bessere
(sprich angenehmere) Pillen schlucken muss. Im Krankenhaus gab's echt bittere Medizin...jetzt etwas teurer & erträglich mit Bananengeschmack...
warum nicht gleich so??? Warum muss man mich so quälen, während es mir so schlecht geht???
Andere Länder, andere Sitten??? :mrgreen:

Die Besuchszeiten (Ziyaret saatleri) in Krankenhäuser in & bei Kuşadası:

*ÖZEL HASTANESI KUŞADASI: 8 bis 22 Uhr

*EGEMED SÖKE & KUŞADASI: 8.30 - 10.30 und 20.30 - 22.00 Uhr

*ÖZEL GÖZDE HASTANESI KUŞADASI: 12 - 13.00 und 19 - 22.00 Uhr

*DEVLET HASTANESI KUŞADASI: 13 bis 14.00 Uhr

In manchen Krankenhäusern dürfen keine Kinder unter 8 oder 12 Jahren zu Besuch kommen, manche bieten Essen an für Besucher,
in manchen dürfen Besucher sogar übernachten.


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BeitragVerfasst: Freitag, 22. Juni 2018, 12:00:13 
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Das darf doch nicht wahr sein, in der Türkei werden 78% der Notärzte verbal oder sogar tätlich von Verwandten der Patienten angegriffen!
In einer Klinik in Izmir haben wütende Angehörige eines bei einer OP Verstorbenen sogar den OP Saal gestürmt
und die Ärzte gezwungen, eine Wiederbelebung mit dem Defibrillator zu machen,
schliesslich haben sie letztlich in einer Krankenhausserie im TV gesehen,
dass ein totgeglaubter Patient wie durch ein Wunder gerettet wurde und es ein tränenreiches Happy End gab! :lol:
Als Waffen haben sie keimfreie medizinische Instrumente (Skalpell) vom Tisch gegriffen und das OP Team damit bedroht.
Stellt euch das mal vor...da stürmen diese Dumpfbacken einen sterilen OP Saal, ohne sich vorher gründlich zu desinfizieren! :mrgreen:

Tja, die TV Götter in Weiss können wahre Wunder verrichten, aber leider nur im Fernsehen!
"Die Menschen, die zu Gewalt greifen, verfügen nicht über ausreichende Kenntnisse im Bereich der Notfallversorgung,
haben aber von den Ärzten hohe Erwartungen [bei der Lösung des relevanten Gesundheitsproblems]
und können den Arzt als einzige verantwortliche Seite für die [gesundheitsbezogenen] Probleme sehen"
sagt Prof. Dr. Başak Bayram, der das Thema Gewalt in Krankenhäusern in der Türkei untersucht.

Letzte Woche haben Ärzte gegen die Gewalt an Ärzten protestiert und trugen schwarze T-Shirts mit Fotos
der in Krankenhäusern ermordenten Kollegen und der Aufschift "WHO IS NEXT"...
es scheint in türkischen Krankenhäusern null Vorsichtsmassregeln gegen Gewalt, sowie unerlaubtes Eindringen in sterile Bereiche zu geben.
Höchste Zeit, dass sich da was ändert, da muss Security her & die Türen zu, es darf doch nicht möglich sein, einen OP Saal zu stürmen!!! :shock:


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 19. Juli 2018, 15:19:44 
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Ein Notarzt in einer Klinik in Şanlıurfa ist vom wütenden Vater eines fieberkranken Kindes
mit einem Pflasterstein auf den Kopf geschlagen und schwer verletzt worden!
Die Eltern hatten ihr Kind mit hohem Fieber (wer kennt das nicht?) zur Notaufnahme gebracht und kurz darauf den Notarzt ausserhalb der Klinik gesehen,
der keine Angaben zum Gesundheitszustand des kleinen Patienten machen konnte und deshalb von dem ausgeflippten heissblütigen Vater schwerverletzt wurde.
Die Mutter steht dem verrückten Baba bei und bestätigt, dass der Doktor draussen Tee getrunken hätte... :shock:

Darf er ja auch, schliesslich war seine Schicht vorbei und ein anderer Notarzt war zuständig für die Behandlung des kleinen Patienten!
In seiner Aussage gesteht der böse Baba keinerlei Reuegefühle zu haben.
Jetzt ist dieser jähzornige Depp da, wo er hingehört...im Knast! :mrgreen:
Sachen gibt's, die gibt's garnicht...


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BeitragVerfasst: Sonntag, 22. Juli 2018, 16:46:54 
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Passiert in einem Krankenhaus in Yalova:
Echt schlimm schauts aus, wenn der Onkel Doktor aus Versehen den "grossen Onkel" am Fuss operiert
und nicht den kleinen Zeh daneben, der nämlich gebrochen war und richtig wehtat.
Der etwas übereifige Doc hat sogar Titanium Platten in den grossen Zeh eingesetzt, was eigentlich auch garnicht so richtig echt nötig ist.
Pech gehabt, aber der Arzt wollte seinen Fehler gleich mit noch einer OP unter Narkose korrigieren,
leider hat die enttäuschte Patientin nicht mitgespielt und dankend abgelehnt.

Vielleicht sollte der Zehenspezialist sich mal ein wenig schlaumachen, bevor Garnix mehr läuft:

https://de.wikihow.com/Einen-gebrochenen-Zeh-behandeln

Wenn ich mal humpeln muss, hilft mir immer noch am Besten PECH, wie Pause, Eis, Compression und Hochlagern. ;)


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 23. August 2018, 10:19:47 
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Im staatlichen (Devlet) Krankenhaus in Kuşadası ist eine diensthabende Notärztin vom Vater eines Diabeteskranken Kindes beschimpft
und tätlich angegriffen worden, weil dem wütenden Baba die Warteschlange am Bayram einfach zu lang war... :roll:

Ist mir auch schon öfter passiert, wenn die ewige Warterei nervt, kann man doch gehen und in einer Privatklinik sein Glück versuchen,
da ist man bei einem Notfall schneller an der Reihe, muss aber für dieses Privileg ein wenig mehr bezahlen. :idea:


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